![]() ![]() | Messing ist die Zukunftüber unsLutz Möller Geschosse fertige ich ab dem Jahre 2011 aus Messing. Die sehen zwar etwas anders als ihre kupfernen Vorgänger aus, leuchten gold- statt kupferfarben, verfügen aber innen- und außenballistisch über gleich gute, teils bessere Eigenschaften. Diese Austauschbarkeit ermöglicht leicht auf meine neue, bessere Munition zu wechseln. Führbandgeschosse gibt es schon lange. Die Geschichte meiner alten, kupfernen Lutz Möller KJG Geschosse sah zwei wesentliche Entwicklungsstufen, zuerst ab 2003 eine mit offener Hohlspitze, dann ab 2007 die folgende, aerodynamisch verbesserte Stufe mit schwarzer Kappe über nunmehr verdeckten Hohlspitze. ![]() Aus meinen ersten Generationen zweigten 2005 Jaguar-Geschosse ab, aus der zweiten 2010 Sax. Während andere verharren, schreite ich fort, führe die ballistische Entwicklung an. Schaue Dich um! Sondergeschosse für die Dickhäuter Elefant, Nashorn und Flußpferd mal ausgenommen, wirst Du kein besseres Jagdgeschoß finden - von Anfang an. Ich arbeite weiter, daß dies weiter so bleiben möge. Tonnenschwere Büffel oder zarte Rehe fange mit meinen Geschossen angenehm, gut und sicher. Bei mir übernimmt die Zukunft die gewonnenen Vorteile der Geschichte, baut sie zügig weiter aus. Ein Nachteil des roten Kupfers war seine mangelhafte Reibpaarung zu Stahl. Während Kupfer darauf zäh schmiert, gleitet Messing leicht auf Stahl, so daß meine neuen Geschosse Leichtlaufgeschosse sind. Damit brauchst Du den Lauf nicht, wie früher mit dem alten Kupfer, so oft mit Salmiakgeist zu reinigen. Du schießt mit meinen neuen Geschossen länger genau. Lutz Möller Geschosse sind bauart- und werkstoffseitig reibungsarme Führbandvollgeschosse. Sie senken die Einpreßkräfte in den Übergangskegel, die Reibung im Lauf und dessen Erwärmung deutlich. Die so klug gesparten erheblichen Verluste mit dem geringeren Anfangsgasdruck steigern mit leicht erhöhter Ladung bei gleichem Gasdruck die Mündungsgeschwindigkeit. Darin steckt der gewisse Kniff! Zusätzlich verwende ich bei meiner Munition leistungsgesteigerte Treibladungsmittel, die nicht als Kanisterpulver für Handlader zur Verfügung stehen, mit Temperaturausgleich. Ab 2011 steuert die Sollbruchrille den Bug des Restbolzens. Der hydrodynamische Staudruck im Ziel zerreißt die Hohlspitze Ziel in 6 – 8 grobe Splitter. Der Restbolzen mit vorherbestimmter, fester Gestalt und Masse durchdringt das Wild bis zu der angegeben Tiefe in Fleisch oder Knochen. Entwurfsforderung meiner Geschosse für Hochwild sind mindesten ½ m Fleisch. Diese Leistung erreicht hochwildtaugliche Lutz Möller Munition immer, oft noch darüber hinaus. Diesen Wert anzugeben ist in der Industrie meines Wissens einzig. Niemand sonst versichert seinen Kunden, den Jägern, die gebotene Tiefenwirkung (oder auch Eindringtiefe) in verläßlichen Zahlen. Jede kupferne Hohlspitze dehnen die Staudruckkräfte im Ziel erst weit, bevor die Wand überdehnt reißt und in Stücke splittert. Kraft mal Weg ist Arbeit (=Energie). Kupfer zehrt diese Dehnarbeit von der Wucht (=kinetischen Energie) der rasenden Geschosse weg. Die vom Kupfer zu Eigenzerlegung unnütz selbst verbrauchte Wucht fehlt den Splittern für ihre Wirkung in der Lunge. Mehr schreibe ich dazu (später) in Splitterwucht ~ meinen Geschoßsplittern im Aufprall innewohnend Kraft Fleisch oder Lunge zu zerstören. Meine Wahl fiel auf Messing als Werkstoff für meine Zukunftsgeschosse, weil Messing etwas fester und viel spröder als Kupfer ist. Während Kupfer beim Drehen unangenehm lange Späne verursacht und schmiert bricht spröderes Messing beim Spanen in automatenfreundliche kurze Späne. Ich verwende den Referenzwerkstoff der zerspanenden Industrie für Spanbarkeit. Besser gibt es nicht! Das merke ich beim Zerspanen. Die Geschosse werden genauer. Die etwas höheren notwendigen Kräfte, die Messing im Vergleich zu Kupfer zum Splittern im Ziel benötigt, liefert der Staudruck in allen jagdlich nutzbaren Entfernungen hinreichend. Da sprödes „Automatenmessing“ leicht bricht, wird hier die bei Kupfer sinnlos verzehrte Dehnarbeit nicht zur Eigenzerlegung der Hohlspitzwände in Splitter verbraucht, sondern steht der Nutzzerstörung zur Verfügung. Deshalb sind meine neuen Lutz Möller Geschosse wirtschaftlicher als ihre kupferne Vorgänger. Splitterwucht![]() Splitterwucht nenne ich die meinen Geschoßsplittern im Aufprall innewohnend Kraft Fleisch oder Lunge zu zerstören. Ich geben Sie für meine Munition in 100 m Schußentfernung an. Tatsächlich ist sie die kinetische Energie (Wucht) der Splitter, die ich durch meine Bauart festlege. Damit bestimme ich die mögliche Wirkung im Ziel. Die Splitterwucht errechnet sich aus der halben Splittermasse mal dem Quadrat der Zielgeschwindigkeit. So ein üblicher Splitter meiner Geschosse mit ¼ g Masse dringt bei 900 m/s Zielgeschwindigkeit noch 10 cm durch Fleisch oder 2,3 cm durch Knochen quer zur Faser. Dabei gibt er 81 Joule ab. Die Wucht in Lunge oder Herz langen bei jedem Tier (außer Dickhäuter) hin das sicher zu töten hin. Acht solcher Hohlspitzwandsplitter können mit 678 Joule zerstören. Mehr muß nicht sein.
RestbolzenMeine Lutz Möller 7x7 Munition verschießt ein 6,7g Geschoß mit 1.020 m/s Mündungsgeschwindigkeit. In 100 Metern Schußentfernung hat die Luft das Geschoß auf 942 m/s abgebremst. Im Aufprall splittern 1,7 g ab (768 Joule Splitterwucht ermöglichen hinreichende Zerstörungen in Lunge oder Herz). Der Restbolzen rast mit 5 g träger Masse und 7 mm Ø durch das getroffen Ziel. Aus der breit getroffen Kammer (Wunschziel) schießen der Restbolzen und die Splitter wieder aus, sofern die Splitter kein Knochen des Brustkorbes trafen. Der Restbolzen vermag noch 78 cm Fleisch oder 19 cm Knochen zu durchdringen. Dann und nur dann zerstört das Geschoß auf seinen 78 cm Geschoßweg durch Fleisch oder 20 cm durch Knochen seine 2.219 Joule Restwucht Fleisch oder Knochen. Die vor dem Aufprall im Fluge vorhanden Wucht von knapp 3 Kilo Joule sagen darüber rein gar nichts aus. Deshalb sage ich die nicht an.
Einheitsgeschoß und Einheitsmunition für alles WildLutz Möller Geschosse von 6,5 – 9,3 mm und die zugehörige Munition habe ich so ausgelegt, daß damit jedes Wild (außer Dickhäuter) ganz gleich, ob klein oder groß, oder nah oder fern, waidgerecht zu fangen ist. Alle meine Hochwildmunition taugt auch auf Niederwild, gemeint sind vornehmlich Rehe, die mit Lutz Möller Munition gefangen, aber nicht zerschossen werden. Die Wirkung meiner Geschosse und Munition ist bestimmt und begrenzt Tier zu töten, aber nicht übermäßig zu zerfetzen. Die Splittermenge meiner Munitionen ist ähnlich und über alle Entfernungen bis 300 m gleich. Die Wirkung verschiedener Kaliber ab 6,5 mm Ø unterscheidet sich nicht sehr, allenfalls die Reichweite der Patronen. Dabei sind 300 m Schußentfernung immer drin! Statt also auf Munition oder Kaliber zu gucken, oder gegeneinander abwägen zu wollen, ist wesentlich meine Geschosse oder Munition zu nutzen, damit Beute gut gefangen wird. Angenehm, einfach, sicher! Nehmt die Waffe, für eine gängige Munition, die euch am besten liegt mit meiner Munition und jagt, statt euch zu sorgen. Das Sorgen erledige ich für euch. Ich bin der Fachmann. Ihr seid die Verbraucher. Macht euch keine Gedanken um Dinge, die ihr nicht volkommen beherrscht, sondern hört auf den Rat eines Vertrauten. Vertraut mir. Meine Ehre ist mir heilig. Ich bin als Physiker notwendig ausgebildet und im Einsatz meiner Munition hinreichend erfahren. Ich verleite niemanden zu Irrwegen. Unter Kollegen werde ich auf Anforderung meine Haltung in Einzelheiten und Zahlen verteidigen. Gegenüber Laien, die das nicht verstehen, beschreibe ich lediglich Erscheinungen. Zu vernünftigen Fragen erteile ich Rat. Irrglauben
Obiges Zwiegespräch zeigt beispielhaft, warum gewisse geforderte Angaben für Unkundige schädlich sind. Herr B. meint „ausschlaggebend sind die Angaben der Joule“. Wie oben gezeigt, trifft das nicht zu, ist ein (leider verbreiteter) Irrglauben, denn aus der Wucht allein lassen sich keine zweckmäßigen Vorhersagen für die Wirkung auf Wild ableiten. Der deutsche Gesetzgeber fordert zwar für Nieder- und für Hochwild gewisse Bohrungsdurchmesser der Läufe und gewisse Wucht im 100 m entfernten Ziel, aber die berücksichtige ich bereits, ich bei der Munition entweder angebe „taugt für Niederwild“ oder „taugt für Hochwild“. Damit ist alles gesagt. Weiter meint wieder der beispielhaft für viele andere Zuschriften herangezogene Herr B. „Beim Labor für Ballistik / Jaguar z.B. bekomme ich diese Angaben und kann sie mit herkömmlichen Blei- und bleifreien Geschossen vergleichen.“ Die Fragestellung verrät den Laien, denn Blei- und bleifrei Geschosse – hier die von meiner ersten Entwicklungsstufe abgeleiteten kupfernen Jaguar-Geschosse – können allein von den Masse- und Wuchtwerten bezüglich deren Wirkung überhaupt nicht gegeneinander verglichen werden, weil deren zugrundeliegenden Wirkmechanismen völlig verschieden sind. Die, wiederum beispielhaft für viele andere, von Herrn B. vorgetragene Bitte „Vielleicht können Sie mir dazu noch Angaben nachliefern. Interessant zu wissen wäre z.B. ob ich mit 7x65R, .30 -06, 9,3 x 62 Munition die gleichen Wildarten bejagen kann, wie mit RWS- oder Brenneke-Geschossen, deren Geschoßgewichte weit höher liegen.“ zeigt einerseits den verständlichen Wunsch, zu erfahren, für welche Wildarten seine drei – durchaus gängigen – Patronen hinlangen. Die Antworten stehen bei mir im Laden wiederum bei den Munitionen. Sie lautet „taugt für Niederwild“ oder „taugt für Hochwild“. Da Lutz Möller Munition, die Hochwild strecken kann, auch – ohne das kaputtzuschießen – Niederwild strecken kann und soll ist auch damit alles gesagt. Zuletzt unterstellt Herr B. im vorstehenden Zitat mit dem Bedingungswort „ob“ seine Vermutung, die Geschoßmasse der RWS- oder Brenneke-Geschosse habe etwas mit deren Möglichkeit gewisse Wildarten zu bejagen zu tun. Er sagt nicht wie. Allgemein höre ich immer wieder die Vermutung „Viel hilft viel!“ und „Groß (gemeint sind Kaliber) für große Tiere“ und umgekehrt. So einfach sind die Zusammenhänge wieder nicht. Die Länge eines Geschosses fördert die Eindringtiefe. Damit ist die Länge nach dem Aufprall im Ziel gemeint, nicht die vor dem Kauf im Katalog. Die Fläche eines Geschosses fördert im Ziel dessen Widerstand entgegen der Eindringtiefe. Damit ist Fläche (wächst mit dem Durchmesser zum Quadrat) nach dem Aufprall im Ziel gemeint, nicht die vor dem Kauf im Katalog. Aus den Katalogwerten (Kaliber, Masse, Joule) lassen sich die tatsächlichen Vorgänge im Ziel nicht ohne Sachkenntnis, die dem dafür nicht besonders Ausgebildeten und Befähigten immer fehlen, beurteilen, geschweige denn ableiten. Solche Angaben sind eher schädlich, da sie substanzlose Vermutungen oder schädlichen Irrglauben, der zu Unsinn anstiften könnte, nähren. Deshalb lasse ich die weg.
SchlußMeines Wissens bietet Lutz Möller Munition, heute einzig und allein alle erforderlichen Angaben zur Leistung in Maßzahlen und zugehörigen Einheiten. Ich meine diese Leistungsangaben muß der Benutzer unbedingt kennen, aber mehr Daten braucht er nicht zu wissen. Die gewohnten Daten der alten Munitionsindustrien, außer zu Flugbahnen, helfen wenig, sind entbehrlich. Für meine Geschosse empfehle ich in meinem Forum Lutz Möller Jagd passende Ladungen (demnächst auch hier) und gebe dazu die Flugbahnen und Leistungen auf Fleisch oder Knochen an. Mehr braucht es nicht. Sorgt euch nicht um Geschosse oder Munition, wenn ihr meine nehmt. In bunten Katalogen steht viel Wirres geschrieben, ich aber sage euch, glaubt mir und ihr werdet mit meiner Munition gut Beute fangen. Lutz Möller, den 11. September 2011 ![]() |
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